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Bernd Späths Arktisführer Tor gestorben.

2008/03/06 - 14:46

Bernd Späth trauert um seinen langjährigen Freund und Arktisführer Tor Grindhaug. Der Norweger starb, wie Späth erst heute erfuhr, Ende vergangenen Jahres in seinem Haus auf Vesteralen auf den Lofoten. Grindhaug war 67 und hatte Hautkrebs.

Tor Grindhaug, ein Hüne von Mann mit Vikingerstatur, und Bernd Späth begegneten sich erstmalig im Oktober 1982 in Longyearbyen / Spitzbergen. Grindhaug war damals stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums von Longyearbyen, der etwa 1200-köpfigen Norwegersiedlung auf Spitzbergen. An der Schule waren ca. 300 Kinder; Grindhaug unterrichtete Norwegisch und Survival, - dort oben ein reguläres Unterrichtsfach. Späth hatte ihn für einen Nachmittag geheuert, um mit Grindhaugs 7m-Motorboot "Baksen" auf den Eisfjord hinauszufahren. Hierzu mussten sie erst mit dem Schlauchboot durch Eisschollen - sogenanntes Pfannkucheneis - zum Boot gelangen. "Ein ziemlich greisliges Gefühl" erinnert sich Späth. Die lebenslange Freundschaft zwischen beiden entstand spontan, und Grindhaug lud den damals noch jungen Autor ein, zusammen mit ihm und zwei norwegischen Freunden im April 1983 über das Inlandeis zur Nordküste Spitzbergens zu fahren. Zusammen legten sie ca. 900 Kilometer über Packeis und Gletscher zurück und erreichten am dritten Tag ihres Trips die Nordspitze von Spitzbergen. "Es waren wohl die brutalsten Tage meines Lebens" erinnert Späth sich heute noch. "Bis zu zwanzig Stunden am Stück auf dem Motorschlitten. Am Ende hatte ich Erschöpfungshalluzinationen und begann Geräusche und Stimmen zu hören. Ich habe stundenlang Rotz und Wasser geheult vor Erschöpfung." - Sie übernachteten in einer Hütte an der Mosselbucht, die bei ihrem Eintreffen von frischen Eisbärspuren umrundet war. Tor Grindhaug war die lebende Vorlage für den hünenhaften Jäger Tore Sörensen in Späths erstem Arktisroman "Robbenfraß".

In 1984 machte Späth mit Tor Grindhaug und Kjell Mork eine Sommerexpedition mit der "Baksen", die ihn die Westküste Spitzbergens bis zur Mitra-Halbinsel auf 80° N entlangführte. In 1986 schließlich verbrachte Späth 4 Wochen alleine in einer Hütte, die Grindhaug ihm organisiert hatte. Zusammen mit Tors Sohn Edmund fuhren sie zur Agardhbucht und zur Wichebucht an der Ostküste Spitzbergens, wo sie mehreren Eisbären begegneten. Auf diesem Trip kam Späth in ernsthafte Gefahr zu erfrieren, nachdem seine Körperfeuchtigkeit sich zwischen den einzelnen Schichten seines Polaroveralls als dichte Lage von Eisperlen niedergeschlagen hatte. Tor Grindhaug bereinigte die Situation mit Gelassenheit und einem dröhnenden Lachen. "Ohne seine Hilfe wäre ich nicht mehr lebend zurückgekommen" erinnert sich Späth. - Tors Sohn Edmund erschoss sich einige Jahre später, 24jährig, beim russischen Roulette mit Tors Revolver.

Schließlich gingen die beiden Freunde nochmals in 1995 auf Eisbären(foto)jagd. Sie begegneten einem Eisbärenpärchen, dessen Männchen aus einigen hundert Metern Entfernung anfing, auf Bernd Späth zuzurennen. "Okay ssen, have fun wiss yourrr little polar bears!" grinste Grindhaug und rauschte winkend mit seinem Schlitten davon. Einige Stunden später saß Späth auf dem Rücksitz von Grindhaugs Scooter, um eine Bärin mit ihren beiden Jungen zu fotografieren, als diese aus fünf Metern ansatzlos nach ihm sprang. Grindhaug, ein Mann mit unglaublichen Instinkten, hatte die Situation rechtzeitig eingeschätzt, und Gas gegeben. "You don´t have to wait" erklärte er hinterher trocken.

Die beiden Freunde blieben auch in Telefonkontakt, als Grindhaug nach über 20 Jahren Spitzbergen verließ und zurückging in sein Haus auf dem Festland. "Zum letzten Mal rief ich ihn im Juli 2007 an, als ich mit der MS Astor aus dem Spitzbergener Hornsund kam. Damals klang er bereits schwach und sagte mir: I´m trying to gain some more time." Verschiedene weitere Telefonat-Versuche Späths scheiterten, da der Anschluss nach Grindhaugs Tod abgehängt worden war.

"Tor hat mich mehr als einmal aus schwierigen Situationen herausgehauen. Ich werde einen Whisky auf ihn trinken", so Späth traurig. "An Bord der Baksen haben wir immer Brocken aus 40.000 Jahre altem Gletschereis in den Whisky geworfen. Tor konnte sich freuen wie ein Kind, wenn das Eis knisternd seine Luftblasen freiließ."



Late Life Project: neue Gigs

2007/01/17 - 18:41

Am 16. März um 20:00 Uhr gastieren Bernd Späth und Late Life Project im Duftbräu Samerberg mit ihrem LitRock-Programm "Lieber Späth als nie!" Am 14. April um 21:00 Uhr sind sie des großen Erfolges wegen zum zweiten Mal im Café Teufelhardt, Dachau. Weitere Auftritte stehen in Kürze an.



Neu: www.latelifeproject.de

2006/05/16 - 12:22

Late Life Project (Brutally Bavarian!), Bernd Späths neue Rockformation, haben nun ihre eigene Website. Entwickelt von Uwe Zapp aus Haste, bietet die HP einige Informationen zur Band und ihrem Konzept LitRock = Literatur plus Rock. - Mit der bayerischen Bluesgröße Schorsch Hampel konnte die Formation einen spitzenmäßigen Leadgitarristen und -sänger dazu gewinnen. In Kürze wird auch noch Saxophonistin und Sängerin Susy Brunner dazustossen.



Arktisvorträge auf MS Astor

2006/04/19 - 17:07

Auf dem Luxusliner MS Astor wird Bernd Späth im Juni 2007 von seinen Arktisexpeditionen berichten. Die Reederei hatte beim Autor angefragt, ob er als Referent zu Verfügung stünde. Die Seereise vom 22. Juni bis zum 8. Juli 2007 führt von Bremen aus über die britischen Orkney-Inseln nach Island und von dort zur norwegischen Eismeerinsel Spitzbergen. Dort wird die MS Astor die stillgelegte Grubensiedlung Ny-Alesundt anlaufen und danach nördlichen Kurs halten zum Magdalenenfjord, wo der Niederländer Wilhelm Barents 1596 die unbewohnte Insel entdeckte.

Von Ny-Alesundt aus nahm die gescheiterte Zeppelin-Expedition Umberto Nobiles ihren Anfang. Auch der legendäre Norweger Roald Amundssen startete per Flugzeug von Ny-Alesundt aus zur Suche nach Nobile und seinem Team, - und war ab da selbst verschollen, während Nobile gerettet werden konnte.

Bernd Späth, der bisher an fünf Expeditionen im arktischen Packeis und Inlandeis Spitzbergens teilnahm, wird auf der MS Astor zwei Dia-Abende abhalten. An einem dritten Abend wird Späth aus seinem Arktisroman "Robbenfrass" lesen, der in Ny-Alesundt spielt. "Robbenfrass" soll in einer internationalen Koproduktion mit isländischen und norwegischen Partnern verfilmt werden.



Bernd Späth schreibt Drehbuch zu "Robbenfrass"

2006/04/10 - 23:31

"Robbenfrass", das erste Werk aus Bernd Späths arktischer Romantrilogie, soll nun verfilmt werden. Bernd Späth hat Ende März 2006 die erste Version des Drehbuchs fertiggestellt. Unter der Federführung von Ulrich Krenkler und Angelika Hacker (Scala Z Film, München) und unter maßgeblicher Initiative von Lilly Tyc-Holm (Cine International, Weltvertreib, München) werden derzeit Gespräche über eine internationale Spielfilmproduktion geführt. Interessierte Partner sind eine große isländische und eine angesehene norwegische Filmfirma. Gedreht werden soll am Originalschauplatz Ny-Alesundt auf Spitzbergen sowie in Kanada. Dabei ist an eine englische Produktion gedacht(Titel: "Never feed a polar bear!"), die nachträglich deutsch synchronisiert wird.

Die bisherigen Gespräche verliefen vielversprechend. Verschiedene "Letters of intent", ein wichtiges Geschäftsdokument in der Filmbranche, liegen bereits vor.
Als nächster Schritt kommen nun verschiedene Drehbuchbesprechungen, bevor das produktionsfertige Robbenfrass-Drehbuch ins Englische übersetzt wird.

Besonderer Clou: für die Dreharbeiten werden insgesamt sechs dressierte Eisbären erforderlich sein, die teilweise auf Tuchfühlung mit den Schauspielern agieren müssen. Nichts für schwache Nerven also.



 
   

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