Robbenfraß
Ein Roman aus der Arktis(Edition Hans Erpf, Bern; TB bei Bastei Lübbe) Flucht aus einem Beziehungschaos ...
Ein arbeitsloser Journalist verführt die Frau seines besten Freundes und flüchtet sich vor dem entstandenen Beziehungschaos in die Einsamkeit Spitzbergens. ... in die Einsamkeit Spitzbergens.In der Grubensiedlung Ny-Alesund erhält er eine vorübergehende Anstellung als Lokalreporter der Inselzeitung. Er freundet sich an mit dem hünenhaften Hausmeister Tore, der ihn in die Geheimnisse der Arktis einführt, und der nebenher zwei verwaiste junge Eisbären aufzieht, die für das Dorf immer mehr zum Problem werden. Die Siedlung ist in Unruhe: Seit der frevelhaften Umbettung einiger alter Gräber von holländischen Walfängern häufen sich Unfälle und Grubenexplosionen. Eine leidenschaftliche Affäre.Der Journalist öffnet heimlich alte Särge. Er enthüllt eine lange zurück liegende arktische Eifersuchtstragödie - und er verwickelt sich in seine eigene: Denn er beginnt eine Affäre mit Tore´s Frau Torill, einem exzentrischen Schattengewächs, das in der viermonatigen Dunkelheit der arktischen Winternacht verwelkt und mit dem Auftauchen der ersten Frühjahrssonne zu ungeahnter Sinnlichkeit erblüht. Seine Verwicklung in die Leidenschaft zu Torill wird immer tiefer, parallel dazu wird das Ende der Siedlung Ny-Alesund aufgrund neuer Zwischenfälle immer offenkundiger. Am Ende kulminiert alles: die herangewachsenen Eisbären werden immer gefährlicher, greifen einen Menschen an und werden aus dem Dorf getrieben. Tore kommt hinter die Affäre und lockt seinen untreuen Freund zum Showdown bei einer verlassenen Hütte, wo er ihn in letzter Todesangst makaber demütigt. - Und eine letzte große Grubenexplosion fordert 21 Todesopfer und bringt das endgültige Aus für Ny-Alesund. - Auch Torill stirbt in dieser Explosion und wird von ihrem Gatten unter einem Trümmerhaufen entdeckt, - unter den Augen des Rivalen. Rückkehr in die ZivilisationMit sich und der Welt gescheitert, kehrt der Journalist zurück in die deutsche Zivilisation, der er am Ende nicht mehr gewachsen ist.
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